| Band 15 |
Im September 2001 erschien im Verlag der Deutsch-Japanischen Juristenvereinigung (DJJV) der 15. Band der Veröffentlichung der DJJV. Der 15. Band hat den Titel Staatshaftung in Japan. Eine rechtsvergleichende Darstellung unter besonderer Berücksichtigung von gyôsei shidô
In der deutschen Rechtswissenschaft besteht kein Konsens darüber, welche Haftungsinstitute dem Stichwort staatlicher Unrechtshaftung zugehören. Dies hat seine Ursache u. a. in dem Umstand, daß einige Rechtsfiguren, auf die sich ein Entschädigungsanspruch gegen den Staat gründen kann, in ihren Voraussetzungen unabhängig von der Rechtmäßigkeit bzw. Rechtswidrigkeit des jeweiligen staatlichen Handelns sind, so z. B. die öffentlich-rechtliche Aufopferung. Demgegenüber ist im japanischen Recht eine schärfere Abgrenzung zwischen Schadensersatz für rechtswidrige und Entschädigung für rechtmäßige staatliche Beeinträchtigungen privater Rechtspositionen möglich, weil es die richterrechtlich aus dem Aufopferungsgedanken bzw. dessen Subkategorie, den Enteignungsgrundsätzen, entwickelten Haftungskonzepte, die für die Gemengelage im deutschen Recht verantwortlich sind, nicht kennt. Die vorliegende Veröffentlichung steckt sich drei Ziele: Zum ersten möchte sie einen Beitrag zur Analyse einer anderen Rechtskultur liefern, zum zweiten eine fremde Rechtsordnung als Erkenntnisquelle auf der Suche nach Anregungen ausschöpfen, die für die erneut anstehende Reform des Staatshaftungsrechts in Deutschland fruchtbar gemacht werden könnte, und zum dritten beleuchten, ob sich umgekehrt aktuelle staatshaftungsrechtliche Probleme in Japan nach deutschem Muster lösen lassen. Der Band kann von Mitgliedern zum Preis von DM 53,30 inkl. MwSt. zzgl. Versandkosten (DM 74,90 inkl. MwSt. für Nichtmitglieder zzgl. Versandkosten) unter folgender Adresse bestellt werden: Generalsekretariat der DJJV c/o Prof. Dr. Matthias K. Scheer, Neuer Wall 54, 20354 Hamburg | |