Zeitschrift für Japanisches Recht
Heft Nr. 10 / 5. Jahrgang 2000
 

Abhandlungen

„WANDEL DER LEBENSWELTEN UND 
DIE ANTWORT IM RECHT“

GEMEINSAMES SYMPOSIUM DER 
DEUTSCH-JAPANISCHEN JURISTENVEREINIGUNG
UND DES JAPANISCH-DEUTSCHEN ZENTRUMS BERLIN (JDZB)
31. MÄRZ / 01. APRIL 2000 IN BERLIN

Grußwort des Generalsekretärs des Japanisch-Deutschen Zentrums Berlin, Herrn Volker Klein



Das Symposium Wandel der Lebenswelten und die Antwort im Recht steht unter der Schirmherrschaft S.E. des Botschafters Japans, Herrn Kunisada Kume, und der Bundesministerin der Justiz, Frau Professor Dr. Däubler-Gmelin. Beiden Persönlichkeiten möchte ich für ihre liebenswürdige Geste herzlich danken. Großer Dank gilt selbstverständlich unseren Mitveranstaltern, den Mitgliedern der Deutsch-Japanischen Juristenvereinigung, ihrem Präsidenten, Herrn Dr. Grotheer, Herrn Dr. Baum vom Max?Planck?Institut für ausländisches und internationales Privatrecht, Herrn Professor Dr. Scheer und Herrn Rechtsanwalt Kliesow, ohne deren umsichtige Vorbereitung die Veranstaltung nicht möglich gewesen wäre. Zu danken haben wir ferner der Japan Foundation und dem Veranstaltungskomitee des „Japan in Deutschland Jahres“; denn beide Institutionen haben uns großzügige Unterstützung gewährt.
Mit größter Freude begrüßen wir wichtige Gäste aus Japan in Berlin und im Japanisch-Deutschen Zentrum JDZB. Sie setzen mit ihrer Teilnahme ein alte und geschichtsmächtige Tradition deutsch-japanischer Zusammenarbeit auf dem Gebiet der Rechtswissenschaft fort, einer Tradition, der die Beziehungen unserer Länder Vieles und Dauerndes verdanken.
Mit besonderer Freude begrüßen wir Herrn Rechtsanwalt Kigawa, der im Januar 1994 aus den Händen des Deutschen Botschafters das Große Verdienstkreuz der Bundesrepublik Deutschland entgegennahm. Er ist der Gründer des Kigawa Referendar Klubs, der vielen Deutschen den ersten Zugang zum japanischen Recht gewährte. Eine Festschrift aus dem nämlichen Jahr mit der Beteiligung von siebzig japanischen und deutschen Rechtslehrern dokumentiert die große Wertschätzung, die er sich in der Welt der Rechtswissenschaft erworben hat.
In der marktwirtschaftlich orientierten Industriegesellschaft schreitet die Verrechtlichung des Lebens fort. Das ist eine unvermeidliche Folge des Rechts- und Sozialstaats. Alternative Ordnungsinstrumente sind nicht in Sicht. Das Recht durchdringt alle Beziehungen, es ist allgegenwärtig. Trotzdem existieren weiterhin rechtsfreie Räume, die früher oder später ebenfalls nach rechtlicher Durchdringung verlangen.