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Zeitschrift für Japanisches
Recht
Heft Nr. 10 / 5. Jahrgang 2000
Abhandlungen
Antworten des Rechts auf die Krise der Arbeitswelt
Monika Schlachter
I. Die Forderung nach Flexibilisierung
1. Wandel der Arbeitswirklichkeit
2. Starrheit des Rechts
II. Abweichen vom „Normalarbeitsverhältnis“
1. Zunahme der Frauenerwerbstätigkeit
2. Veränderungen bei der Arbeitszeit
3. Veränderungen bei der Entlohnung
4. Veränderung bei den Beschäftigungsformen
III. Die Bedeutung des Flächentarifvertrages
IV. Ausblick
I. DIE FORDERUNG NACH FLEXIBILISIERUNG
Die Globalisierung der Wirtschaft verstärkt den Wettbewerb von
Volkswirtschaften untereinander, weniger wettbewerbsfähige Länder
„bezahlen“ mit entsprechenden Schwierigkeiten auf dem Arbeitsmarkt. Selbst
ein wirtschaftlicher Aufschwung erweist sich zur Behebung der Arbeitslosigkeit
dagegen als immer weniger geeignet. Produktivitätssteigerungen haben
dazu geführt, daß immer weniger Beschäftigte immer mehr
und bessere Leistungen anbieten können; umgekehrt ist aber eine Rezession
ohne sofortige Entlassungen kaum denkbar. Die Rezepte, die namentlich von
der Ökonomie zur Überwindung dieses Dilemmas unterbreitet werden,
wollen die Arbeitskräfte überwiegend dazu veranlassen, ihre Angebote
am Markt abnehmergerechter, also flexibler zu gestalten, um als Vertragspartner
bessere Chancen zu haben . Flexibilisierung des Arbeitsangebots und Senkung
der Arbeitskosten ist somit nach nahezu einhelliger Ansicht das Gebot der
Stunde. Hatten in den 1970er Jahren Rationalisierungsbestrebungen noch
das Ziel, durch technische Innovation die Arbeitsproduktivität zu
steigern und dadurch innerhalb bestehender Arbeitsverhältnisse den
Ertrag der Betriebe zu verbessern , so herrscht derzeit eine andere Betrachtungsweise
vor. Die bisherigen arbeitsvertraglichen, tariflichen und gesetzlichen
Standards gelten als zu hoch, Wertschöpfung gelingt mittlerweile ebenso
leicht durch die Einsparung von Arbeitsverhältnissen wie durch den
technischen Fortschritt; als Alternative zur Belebung des Arbeitsmarktes
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