Zeitschrift für Japanisches
Recht
Nr. 11 / 6. Jahrgang 2001
Gesetzesübersetzungen
Die
neuen Vorschriften des Aktientauschs und der Aktienübertragung:
Einführung und Gesetzesübersetzung
Ursula Shibumi Eisele
I. Einführung
1. Hintergrund
2. Die herkömmlichen Methoden zur
Gründung von Holdinggesellschaften
3. Die neu eingeführten Verfahren
des Aktientauschs und der Aktienübertragung
II. Übersetzung
I. Einführung
1. Hintergrund
1997 wurde das japanische Antimonopolgesetz
teilweise reformiert. Das Kernstück der Reform bildete die Aufhebung des in
Art. 9 AMG a.F. statuierten absoluten Verbots von Holdinggesellschaften. Damit
wurde genau 50 Jahre nach dem Erlaß des Antimonopolgesetzes japanischen
Unternehmen erstmals wieder die Gründung von Holdinggesellschaften ermöglicht.
Für die Unternehmensreorganisation fehlte es vorerst jedoch an den passenden
gesetzlichen Rahmenbedingungen. Insbesondere stellte das Handelsgesetz
in seiner damaligen Fassung kein befriedigendes Verfahren zur Gründung von
Holdinggesellschaften bereit. Die Ausschüsse für Handel und Industrie (Shôkô iin-kai) sowohl des Unter- als
auch des Oberhauses des japanischen Parlaments hatten daher bereits zum Entwurf
des obengenannten Reformgesetzes Zusatzbeschlüsse
verabschiedet, in welchen sie sich zur Schaffung der für die Gründung von
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