Verabschiedete Gesetze: Bericht über
die 151. und
152 . Sitzungsperiode des Japanischen Parlaments
Berichtet von:
Janssen & Associates Foreign Law Office
Registered Associated Office of Komatsu, Koma & Nishikawa
Redaktion: Markus Janssen*
A. Einleitung
Der vorliegende Beitrag über die aktuelle Rechtsentwicklung
berichtet über die Verabschiedung von 112 Gesetzen in der 151. Sitzungsperiode
des Japanischen Parlaments (vom 31. Januar 2001 bis zum 29. Juni 2001),
während aus der 152. Sitzungsperiode, die nur drei Tage dauerte (vom 7. August
2001 bis zum 10. August 2001), keine Gesetze zu berichten sind, dafür aber
die Wahl von Junichiro Koizumi (LDP) zum Ministerpräsidenten.
Ferner fanden am 29. Juli 2001 die Wahlen zum
Oberhaus statt, die von der LDP klar gewonnen wurden. Ende Oktober 2001 setzten
sich auch bei Nachwahlen zum Abgeordnetenhaus in zwei Präfekturen die
Kandidaten der Partei von Ministerpräsident Koizumi durch, so daß in der
Regierung, welche die LDP zusammen mit den Parteien Neue Kômeitô und Neue
Konservative im japanischen Parlament bildet, erstmals seit einem Jahr
wieder eine Mehrheit zugunsten der LDP besteht.
B. Einzelne Gesetzesänderungen
I. Die japanische Rente im Licht
der sog. 401 k-Reform
In kaum einem Land altert die Bevölkerung derzeit so stark
wie Japan. Die Ursachen hierfür sind vielschichtig. Das Augenmerk soll hier
aber auf die Folgen gelegt werden. Denn obwohl das gleiche Problem durchaus
auch andere Industrieländern betrifft, steht Japan wie kaum ein anderes Land
vor dem verschärften Problem, daß es seiner schnell alternden und über eine
wachsende Lebenserwartung verfügenden Bevölkerung eine bezahlbare, für die
betroffenen Personen aber trotz der hohen Preise angemessene Altersversorgung
bieten muß.
Das japanische Rentensystem basiert – vereinfacht
dargestellt – im wesentlichen auf den beiden Säulen der staatlichen Altersvorsorge
(kokumin nenkin) und der
Arbeitnehmerrente (kôsei nenkin).