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Zeitschrift für Japanisches Recht Christopher Heath / Anja Petersen, Das Japanische ZivilprozeßrechtMaterialien zum ausländischen und internationalen Privatrecht, Band 41Mohr Siebeck (Tübingen 2002). 211 S., € 49,-, ISBN 3-16-147760-X
Vorgestellt werden soll hier ein Buch, das eine aktuelle deutsche Übersetzung des für diezivilprozessualePraxisinJapanwichtigstenGesetzes,desZivilprozeßgesetzes(ZPG), bereit stellt. Das Gesetz über den Zivilprozeß gehört sicherlich in einem jeden Land zu den wichtigsten Gesetzeswerken, da es die grundlegenden Regeln für die Durchsetzung materieller Rechte enthält. Insbesondere angesichts der Zunahme der wirtschaftlichen Verflechtungen zwischen Deutschland und Japan ist es aus hiesiger Sicht sehr erfreulich, daß Christopher Heath und Anja Petersen die mühevolle Arbeit auf sich genommen haben, das ZPG zu übersetzen, und hierdurch deutschsprachigen Rechtspraktikern und Wissenschaftlern zugänglich zu machen. Mit diesem Werk eine aktuelle Übersetzung des ZPG an die Hand zu bekommen ist gerade auch deshalb von Bedeutung, weil das Gesetz durch die große Reform des Jahres 1996 (in Kraft seit 1.1.1998) von Grund auf neu geordnet worden ist. Dadurch sind einerseits viele Vorschriften hinzugekommen, andererseits sind alte Bestimmungen novelliert oder an eine andere Stelle gerückt worden. Durch die Reform hat der Zivilprozeß in Japan somit insgesamt bedeutende Änderungen erfahren, die künftig berücksichtigt werden müssen. Die Übersetzung einer älteren Fassung des ZGB ist nun nur noch von begrenztem Nutzen. Das Buch enthält aber nicht nur eine Übersetzung des ZPG. Der Titel „Das Japanische Zivilprozeßrecht“ deutet das bereits an. Es enthält auch eine aktuelle Übersetzung der Zivilprozeßverordnung (ZPVO) und des Gesetzes über das Aufgebots- und Schiedsrichterliche Verfahren; mithin Regelungen, die das ZPG ergänzen und ebenfalls von großer praktischer Bedeutung für den Zivilprozeß in Japan sind. Darüber hinaus ist dem Werk ein umfangreiches Stichwortverzeichnis beigefügt, was das Auffinden der für einen bestimmten Themenkomplex wichtigen Vorschriften erleichtert. Außerdem ist den Übersetzungen eine kompetente Einführung vorangestellt, die einen Überblick über das ZPG gibt, die Motive und konkreten Änderungen der großen Reformen der Jahre 1926 und 1996 veranschaulicht und eine Fülle von Hintergrundinformationen zum Zivilprozeßrecht und zur Justiz in Japan liefert. Die Qualität der Übersetzung ist besonders zu loben. Wenn man sich nur einige der Vorschriften näher anschaut und mit dem japanischen Ursprungstext vergleicht, fällt rasch auf, daß die Autoren sehr sorgfältig gearbeitet und offensichtlich auch viel Zeit investiert haben. Die gewählten Formulierungen bestechen durch Präzision und sprachliche Klarheit. An vielen Stellen, wo es offensichtlich schwierig war, eine geeignete deutsche Entsprechung zu formulieren, haben die Autoren gut daran getan, den japanischen Begriff in Klammern hinzuzufügen. Das ist sehr zu begrüßen, da es insgesamt zur Klarheit und zum Verständnis beiträgt. Sehr schön ist auch, daß man direkt am ...
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