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Zeitschrift für
Japanisches Recht Klein- und Mittelunternehmen in Japan Werner Pascha/ Cornelia Storz* Toyota, Hitachi, Toshiba, Mitsubishi - die "Großen" der japanischen Wirtschaft sind international bekannt. Zahlreiche Publikationen setzen sich mit ihnen bezüglich Fragen der Unternehmensfinanzierung, Industriepolitik, Industrie- und Unternehmensorganisation, Produktion, Unternehmensführung und Beschäftigungspraktiken auseinander. Nur wenig Aufmerksamkeit hat vergleichsweise der Mittelstand, das "Rückgrat" der japanischen Wirtschaft, erfahren, in dem die Mehrheit der japanischen Erwerbstätigen arbeitet, nämlich 74%, und zu dem 99% aller Betriebsstätten zählen. Der typische japanische Arbeitnehmer, so könnte pointiert formuliert werden, war und ist nicht der "durchschnittliche" white-collar-Angestellte in einem keiretsu-Unternehmen, sondern die in einem mittelständischen Betrieb tätige Hausfrau, die dort als "Teilzeitkraft" ganztags tätig ist, oder aber der "Individualist", der sich in die Hierarchie eines Großunternehmens nicht einfinden kann (und will). Die Welt der kleineren Firmen ist faszinierend, denn sie eröffnet uns auch den Blick auf ein weniger bekanntes Stück japanischer Gesellschaft. Mit Ausnahme der Zuliefererbeziehungen, die unter dem Aspekt der industriellen Organisation verschiedentlich analysiert wurden, liegen zu den o.g. Fragenkreisen nur wenig und nur verstreut Veröffentlichungen zur spezifischen Problematik von Klein- und Mittelunternehmen für den deutschen Sprachraum vor. Angesichts der hohen Bedeutung des japanischen Mittelstandes ist diese verzerrte Perspektive überraschend: Im OECD-Vergleich hat Japan gemeinsam mit Italien den höchsten Anteil an mittelständischen Firmen (und an den im Mittelstand beschäftigten Erwerbstätigen), trotz des, San Diego u.a. 1988, S. 513-553.
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