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Zeitschrift für
Japanisches Recht Ken‘ichi Moriya* **
Liegen meine Erfahrungen in Deutschland, die die Zeit von Anfang 1994 bis Oktober 1996 abdecken, bereits im Vergangenen? Muß ich, kann ich gar auf meine Frankfurter Zeit wohl — zurückblicken? Als mein Lehrer, Herr Prof. Jun‘ichi Murakami, mir die Möglichkeit eröffnete, am Max-Planck-Institut für europäische Rechtsgeschichte an der Nidda in Frankfurt zu studieren, freute ich mich maßlos. Ich war ein Doktorand, der seine eben abgeschlossene Magisterarbeit über Savignys Methodenlehre schon vergessen wollte. Deutschland schien doch längst kein Traumort für die rechtswissenschaftliche Forschung mehr zu sein. "Die deutsche Begriffsjurisprudenz des 19. Jahrhunderts" war in den mehreren Vorlesungen, die ich besuchte, geradezu als das Schimpfwort überhaupt verwendet worden. Freilich hatte ich meine Auseinandersetzung mit Savigny fortgesetzt, und für sie war ein Forschungsaufenthalt in Deutschland natürlich vorteilhaft. Darin lag aber nicht der entscheidende Grund meiner maßlosen Freude. Nein, die Freude war dagegen diejenige, die mit jener erquickenden Vorstellung des "Aufbruchs" unzertrennlich verbunden ist. Ich glaubte, mich durch diesen Sprung nach Deutschland von all den Umständen, in denen ich mich befand, befreien zu können.Dann war ich in Deutschland. Meine Bemühungen gingen anfänglich dahin, alles Japanische möglichst aus dem Kopf zu verbannen. Nicht nur wollte ich keinen Japaner auf der Straße treffen. Selbst die japanische Sprache schreckte mich, da sie meine
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